Drohnen retten Rehkitze

WITTENBACH ⋅ Jedes Jahr werden im Schnitt 1500 Rehkitze beim Mähen getötet oder verletzt. Jäger und Bauern spannen zusammen, um das zu verhindern – und rüsten auf.

Die Natur regulierst sich selber –  doch der Mensch als Teil dieser Natur funkt nicht selten dazwischen, wenn er seinen eigenen Bedürfnissen folgt.

Genau dann, im Mai anfangs Juni, wenn das Gras hoch ist und die Bauern zum Mähen auf die Felder ausrücken wollen, gebären die Rehe ihre Jungen. Dass die Muttertiere dabei meist Wiesen mit 20 bis 50 Zentimeter hohem Gras bevorzugen, entspricht ihrem natürlichen Verhalten, nicht aber dem Arbeitszyklus der Bauern.

1500 Kitze landen unter der Mähmaschine

Schon kurz nach der Geburt verlässt die Rehmutter ihre Jungen und kehrt jeweils nur für kurze Zeit zurück um sie zu säugen und zu reinigen. Die Jungtiere bleiben schutzlos und alleine in der Wiese zurück. Deshalb werden laut Statistik jedes Jahr durchschnittlich 1500 Rehkitze beim Mähen durch landwirtschaftliche Maschinen getötet oder verletzt. Die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Tiere dürfte noch höher sein. Selbst für hartgesottene Bauern sind diese Schreckenszenarien beim Mähen Grund genug, sich aktiv zur Rettung der Rehkitze einzusetzen.

  • Riedener, Ramona. (11.04.2018). Drohnen retten Rehkitz. St. Galler Tagblatt. Abgerufen von http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadt/drohnen-retten-rehkitze;art190,5263965

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